Rodundwerk I
Als Pionierprojekt setzte das 1943 errichtete Rodundwerk I durch seine leistungsstarken Turbinen und die Speicherpumpe neue Maßstäbe in der Wasserkraft.
Fortschritt in Zeiten des Aufbruchs: Das Kraftwerk in der Gemeinde Vandans entstand 1943 mit zwei Maschinensätzen und wurde in den Jahren 1944 und 1952 auf vier Maschinensätze erweitert.
Zur Energiegewinnung und für den Pumpbetrieb nutzt das Kraftwerk die 350 Meter hohe Gefällstufe Latschau-Rodund. Vor allem für die Speicherpumpe war die Höhe der Gefällstufe zur damaligen Zeit eine Herausforderung, sie war zum Zeitpunkt der Fertigstellung die weltweit größte für derartige Förderhöhen. Die eingesetzten Francis-Spiralturbinen haben zwar im Vergleich zu modernen Peltonturbinen einen niedrigeren Wirkungsgrad, gehörten aber in den 1940er-Jahren zu den leistungsstärksten Turbinen der Welt.
Technische Daten
Maschinengruppen |
Vier horizontalachsige Maschinengruppen, jeweils mit Francisturbine und Generator. Maschinengruppe 2 ist zusätzlich mit zweiflutiger, zweistufiger Speicherpumpe ausgestattet. |
Fallhöhe |
354 m |
Regelarbeitsvermögen inkl. Pumpspeicherung |
297 GWh |
Engpassleistung im Turbinenbetrieb |
198 MW |
max. Leistungsaufnahme im Pumpbetrieb |
41 MW |
Drehzahl |
500 U/min |
Generator-Nennspannung |
10,4 kV |
Generator-Scheinleistung |
Maschinengruppe 1+4: je 65 MVA, Maschinengruppe 2+3: je 53 MVA |
Nennleistung je Turbine |
50 MW |
Nennleistung je Speicherpumpe |
41 MW |
Marktgebiet |
Deutschland |