Speicherkraftwerke

Speicherkraftwerke liefern Energie genau dann, wenn sie gebraucht wird. Gespeichertes Wasser wird bei Bedarf zur Stromerzeugung genutzt und sorgt so für Stabilität im Stromnetz.

Die Energiespeicher in der Natur

Stromnetze können keinen Strom speichern. Bei plötzlichen Belastungsspitzen – zum Beispiel einer Gewitterfront, die großräumig die Menschen in die Häuser zwingt und fast gleichzeitig das Licht einschalten lässt – muss jedoch schnell sogenannte Regel- oder Spitzenenergie zur Verfügung stehen. Hierfür sind Wasserspeicherkraftwerke die ideale Lösung.

In Stauseen wie dem Kopssee wird Wasser als potenzielle Energie – auch Lageenergie genannt – gesammelt und gespeichert. Sobald der Bedarf nach Spitzenstrom da ist, wird der Wasserzufluss zu den Turbinen geöffnet, die dann die Generatoren antreiben. Die potenzielle Energie, die oben im Speicherbecken gesammelt wurde, verwandelt sich durch das fließende Wasser in Bewegungsenergie. Diese versetzt über die Turbine den Generator in Drehung. So wird aus der Bewegungsenergie des Wassers schließlich elektrische Energie.

Die illwerke vkw produziert mit ihren Speicherkraftwerken Energie für die Marktgebiete Deutschland und Österreich

  • Kraftwerk Andelsbuch

    In der österreichisch-ungarischen Monarchie war das Kraftwerk Andelsbuch eines der größten und modernsten Kraftwerke. Bei Bezau wird das Wasser in der Wehranlage gefasst und gelangt über zwei 1,6 Kilometer lange Freispiegelstollen zum Stauweiher Andelsbuch.

  • Kraftwerk Ebensand

    Am hinteren Ende der Rappenlochschlucht ging zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie das Kraftwerk Ebensand in Betrieb. Das Elektrizitätswerk Ebensand ist als Speicherkraftwerk mit einem kleinen Speicher angelegt und bezieht sein Wasser aus der Dornbirnerach.

  • Kraftwerk Gampadels Oberstufe

    1925 ging das Kraftwerk Gampadels Unterstufe, 1989 die Oberstufe in Betrieb. Beide Kraftwerke nutzen das Wasserkraftpotenzial des Gampadelsbaches bis zur Mündung in die Ill.

  • Kraftwerk Gampadels Unterstufe

    1925 ging das Kraftwerk Gampadels Unterstufe, 1989 die Oberstufe in Betrieb. Beide Kraftwerke nutzen das Wasserkraftpotenzial des Gampadelsbaches bis zur Mündung in die Ill.

  • Kraftwerk Klösterle

    Das 1997 fertiggestellte Kraftwerk Klösterle nützt das Wasser der Alfenz auf der Gefällstrecke zwischen Stuben und Danöfen zur Energieerzeugung.

  • Kopswerk I

    Das Kopswerk I ging 1969 in Betrieb und liegt in Partenen im Montafon. Dem Kopswerk I steht das Wasser aus dem Kopssee und dessen Jahresspeichermöglichkeit zur Verfügung. Es nutzt die Gefällstufe vom Kopssee nach Partenen mit einem Höhenunterschied von rund 780 Metern.

  • Kraftwerk Langenegg

    Das 1979 eröffnete Kraftwerk Langenegg war das größte VKW Kraftwerk. Das Wasser des Speichers Bolgenach fließt über den 5,9 Kilometer langen Rotenbergstollen zum Krafthaus.

  • Vermuntwerk

    Das Vermuntwerk liegt in Partenen, der hintersten Ortschaft im Tal Montafon. Es ging 1930 als erstes Kraftwerk der Vorarlberger Illwerke in Betrieb.

     

  • Walgauwerk

    Das Walgauwerk liegt in Beschling bei Nenzing. Es ist als Schachtkraftwerk ausgebildet. Die Inbetriebnahme erfolgte 1984.