Pumpspeicher­kraftwerke

Pumpspeicherkraftwerke speichern große Mengen an Strom und gleichen Schwankungen im Stromnetz aus. Das macht sie essenziell für die erneuerbare Energiezukunft.

Effiziente Speicherung zur bedarfsgerechten Erzeugung

Pumpspeicherkraftwerke sind weithin die beste und sauberste Technologie zum Speichern großer Mengen an elektrischer Energie. Sie werden bereits seit einem Jahrhundert genutzt. Und sie werden für die Energiezukunft zunehmend wichtiger: der Ausbau der Sonnen- und Windenergie steigert nämlich den Speicherbedarf, um deren schwankende Stromerzeugung auszugleichen.

Pumpspeicherkraftwerke bestehen aus einem höher gelegenen Oberbecken und einem Unterbecken, dazwischen liegt das Krafthaus. Ist mehr Strom am Markt, als benötigt wird, wird Wasser ins Oberbecken gepumpt. So wandelt das Pumpspeicherkraftwerk elektrische Energie aus dem Netz um und speichert diese als potenzielle Energie oben am Berg. Sobald die Nachfrage nach Strom steigt, lässt man das Wasser wieder hinab strömen, wo es die Turbinen antreibt und so Strom erzeugt.

Neben ihrer enormen Speicherfähigkeit zeichnen sich Pumpspeicherkraftwerke durch viele weitere Vorteile aus. Mit ihrer hohen Flexibilität und ihrer Regelbarkeit können sie Bedarfsschwankungen im Stromnetz schnell und wohldosiert ausgleichen. Ihre Schwarzstartfähigkeit erlaubt es ihnen, unabhängig vom Stromnetz hochzufahren – ein großer Vorteil für die Sicherheit der Stromversorgung.

Die illwerke vkw produziert mit ihren Pumpspeicherkraftwerken Energie für das Marktgebiet Deutschland.

  • Lünerseewerk

    Bei seiner Inbetriebnahme war das Lünerseewerk das leistungsstärkste Pumpspeicherkraftwerk der Welt. Das Lünerseewerk ist wegen des großen Speichervolu­mens des Lünersees und des dort relativ geringen natür­lichen Zuflusses vor allem zur freizügigen Jahres- und Wälzpumpspeicherung bestimmt.

  • Kopswerk II

    Das Kopswerk II ist als Pumpspeicherwerk konzipiert und hat mehr Leistung als die bestehenden Kraftwerke an der oberen Ill, nämlich das Kopswerk I, das Vermuntwerk, das Obervermuntwerk I sowie das Rifawerk, zusammen.

  • Obervermuntwerk II

    Das Pumpspeicherkraftwerk Obervermuntwerk II setzt als Lieferant für Spitzen- und Regelenergie die Erfolgsgeschichte des Kopswerks II fort. Es ist das zweitgrößte Kraftwerk der illwerke vkw und bewirkt eine Leistungserhöhung der Kraftwerksgruppe Obere Ill-Lünersee im Umfang von 360 Megawatt im Turbinen- sowie im Pumpbetrieb. 

  • Rellswerk

    Mit dem Rellswerk wurde die Energiegewinnung der Werksgruppe Obere Ill Lünersee weiter optimiert und der Zufluss zum Lünersee um rund 17 Millionen Kubikmeter pro Jahr erhöht.

  • Rifawerk

    Seit 1969 steht das Rifawerk in Partenen in Betrieb. Bei gleichzeitigem Betrieb des Kopswerks I und des Vermuntwerks wird das anfallende Wasser vom Ausgleichsbecken Partenen zum Teil in das Ausgleichsbecken Rifa verlagert und dabei das Gefälle durch Turbinenbetrieb im Kraftwerk Rifa genutzt.

  • Rodundwerk I

    Das Rodundwerk I steht seit 1943 mit zwei Maschinensätzen in Betrieb und wurde in den Jahren 1944 und 1952 auf vier Maschinensätze ausgebaut. Es nutzt die Gefällstufe Latschau-Rodund über eine Höhendifferenz von rund 350 Meter.

  • Rodundwerk II

    Das Rodundwerk II in Vandans besitzt mit einer Leistung von 295 MW die leistungsstärkste Einzelmaschine der illwerke vkw und nutzt wie das Rodundwerk I die Gefällstufe Latschau-Rodund über eine Höhendifferenz von rund 350 m.