Kraftwerk Andelsbuch
Ästhetik trifft auf technische Innovation: Das baulich bemerkenswerte Kraftwerk Andelsbuch wurde behutsam modernisiert und erzeugt seit mehr als 100 Jahren zuverlässig Strom.
Bei der Inbetriebnahme im Jahr 1908 galt das Kraftwerk Andelsbuch in der gesamten K.-u.-k.-Monarchie als eines der modernsten und schönsten Kraftwerke. Bis heute hat das architektonisch besondere Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter behalten, ohne die Funktionalität außer Acht zu lassen. Ende der 1960er wurde eine fünfte Maschine hinzugefügt, in den 1990er-Jahren wurden die übrigen Maschinen erneuert. Aber bei allen Modernisierungsmaßnahmen war man stets bedacht, den Charakter des historischen Gebäudes vollumfänglich zu erhalten.
Ein Wesenszug war schon in der Entstehungszeit die Innovationskraft des Werks: Erstmals wurde für ein Kraftwerk ein eigener Speicher angelegt, der so groß war, dass die Maschinen jederzeit betrieben werden konnten. Und auch der Maschinenraum selbst war so großzügig dimensioniert, dass zwischen den vier Francisturbinen der Dornbirner Firma Rüsch-Ganahl keine Spannungsprobleme auftraten. Vorausschauend und mit Weitsicht wurde ein Kraftwerk errichtet, das bis heute zuverlässig Strom produziert. Moderne Technik in historischem Gewand, könnte man sagen.
Technische Daten
Maschinengruppen |
Fünf Maschinengruppen, davon vier horizontalachsige und eine vertikalachsige Maschinengruppe, jeweils mit Francisturbine und Generator |
Fallhöhe |
62 m |
Regelarbeitsvermögen |
51 GWh |
Engpassleistung im Turbinenbetrieb |
15,1 MW |
Drehzahl |
500 U/min |
Generator-Nennspannung |
Maschinengruppe 1-4: je 5,5 kV, Maschinengruppe 5: 10,5 kV |
Generator-Scheinleistung |
Maschinengruppe 1–4: je 3 MVA, Maschinengruppe 5: 8 MVA |
Nennleistung je Turbine |
Maschinengruppe 1–4: je 2,2 MW, Maschinengruppe 5: 6,5 MW |
Marktgebiet |
Österreich |