Kopswerk I
In den Fels gebaut: Das Kopswerk I in Partenen wurde in einer Kaverne errichtet, um Lawinen- und Murensicherheit für das Speicherkraftwerk gewährleisten zu können.
Ein Kraftwerk, das in den Fels gebaut wird, klingt zunächst einmal unglaublich. Doch nur so konnte am Standort in Partenen ein lawinen- und murensicherer Standort für die gesamte Anlage realisiert werden. In einer Felskaverne ist nun Platz für das Krafthaus, während die 220-kV-Schaltanlage auf einer Stahlbetonplatte im Ausgleichsbecken in Partenen errichtet wurde. Die Transformatoren sind in einer gesonderten Transformatorenkaverne untergebracht.
Als wäre die besondere Lage der Anlage nicht bereits beeindruckend genug, waren die Doppelfreistrahlturbinen bei ihrer Inbetriebnahme die leistungsstärksten Wasserkraftmaschinen Österreichs. Angetrieben werden die Turbinen mit Wasser aus dem Kopssee, 780 Höhenmeter fließt das Wasser dabei den Berg hinab. Aus dem Kopssee wird das Wasser in einem Druckstollen zum Wasserschloss in Tafamunt und in einem Druckschacht weiter zum Kavernenkrafthaus geführt.
Das Kopswerk I ist seit 1969 mit zwei und seit
Ende 1970 mit drei Maschinengruppen in Betrieb.
Technische Daten
Maschinengruppen |
Drei horizontalachsige Maschinengruppen, jeweils mit zwei zweidüsigen Pelton-Freistrahlturbinen und Generator |
Fallhöhe |
780 m |
Regelarbeitsvermögen inkl. Pumpspeicherung |
286 GWh |
Engpassleistung im Turbinenbetrieb |
288 MW |
Drehzahl |
500 U/min |
Generator-Nennspannung |
12,5 kV |
Generator-Scheinleistung je Generator |
102 MVA |
Nennleistung je Turbine |
96 MW |
Marktgebiet |
Deutschland |