illwerke vkw stellt PV-Einspeisetarife auf variable, marktorientierte Modelle um
Bei Photovoltaik-Einspeiser:innen hat sich die Marktsituation in den vergangenen Jahren fundamental verändert. Die installierte Leistung der PV-Anlagen hat sich in Österreich seit 2020 etwa verfünffacht. Auch in Vorarlberg ist die Entwicklung deutlich spürbar: Rund 20.000 PV-Anlagen speisen mittlerweile Strom ins Netz ein. Dieser starke Ausbau der Photovoltaik führt dazu, dass zunehmend Stromüberschüsse entstehen und am Großhandelsmarkt stundenweise sehr niedrige oder sogar negative Strompreise auftreten.
Diese Entwicklungen erfordern eine konsequente Weiterentwicklung der Tariflandschaft. Die illwerke vkw stellt ihre Einspeiseprodukte daher schrittweise auf variable, marktorientierte Tarife um. Für Kund:innen, die ihren PV-Einspeisetarif 2025 oder früher abgeschlossen haben, ist ein aktiver Umstieg auf den neuen Tarif erforderlich, damit sie auch danach weiterhin eine Vergütung für ihre eingespeiste Energie erhalten. Der Umstieg erfolgt nicht automatisch und setzt die Zustimmung der Kund:innen voraus.
Kund:innen werden direkt informiert
Die betroffenen Kund:innen werden im Juni schriftlich über das Umstiegsangebot informiert. Der neue Tarif kann dann bequem online abgeschlossen werden. Alternativ stehen der vkw Kundenservice telefonisch unter +43 5574 9000 sowie vor Ort in der Weidachstraße 14 in Bregenz zur Verfügung.
Neues Umstiegsangebot: PV-Einspeisetarif Flex mit Fixpreis 2027
Mit dem neuen PV-Einspeisetarif Flex mit Fixpreis 2027 bietet die illwerke vkw den betroffenen Kund:innen ein transparentes Umstiegsangebot. Wer in diesen Tarif wechselt, bleibt bis einschließlich 31. Dezember 2026 im aktuellen PV-Einspeisetarif. Von 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2027 gilt ein Fixpreis von 7 ct/kWh für die gesamte eingespeiste Energiemenge. Ab 1. Jänner 2028 erfolgt die Vergütung im PV-Einspeisetarif Flex mit monatlicher Preisanpassung.
Die Werte für eingespeisten Sonnenstrom und für bezogenen Strom zu anderen Zeiten entwickeln sich immer stärker auseinander. Wenn mittags sehr viele PV-Anlagen gleichzeitig einspeisen, ist der Marktpreis deutlich niedriger als zu Zeiten mit hoher Nachfrage und geringer Erzeugung. Deshalb Medieninformation der illwerke vkw AG entwickeln wir unsere Einspeisetarife konsequent weiter und setzen künftig stärker auf variable Modelle, diese sind heute vielfach Marktstandard.
Durch die marktorientierten Einspeisetarife profitieren Kund:innen von höheren Vergütungen, wenn die Marktpreise steigen. Gleichzeitig fällt die Vergütung geringer aus, wenn die Preise am Großhandelsmarkt sinken. Damit wird die Einspeisung von Sonnenstrom stärker an die tatsächliche Marktsituation angepasst.
Eigenverbrauch gewinnt weiter an Bedeutung
Die illwerke vkw empfiehlt PV-Kund:innen, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Sonnenstroms weiter zu optimieren. Jede Kilowattstunde, die direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird, muss nicht aus dem Netz bezogen werden. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der veränderten Marktbedingungen und der stark gestiegenen PV-Erzeugung ein wichtiger Hebel.
Wir empfehlen unseren PV-Kund:innen, den Stromverbauch gezielt in sonnenreiche Zeiten zu verlagern und damit den Eigenverbrauch zu erhöhen. Wer mehr vom selbst produzierten PV-Strom direkt nutzt oder speichert, reduziert den Strombezug aus dem Netz und kann die eigene Anlage damit wirtschaftlich sinnvoller einsetzen.
Die Möglichkeiten reichen von einfachen Verhaltensänderungen – etwa dem bewussten Betrieb von Haushaltsgeräten während sonnenreicher Stunden – bis hin zur Anschaffung eines Batteriespeichers. Um Kund:innen dabei zu unterstützen, fördert die illwerke vkw ab 2026 die Anschaffung eines Batteriespeichers mit einem Zuschuss von bis zu 500 Euro.