Geschäftsfelder

Windkraft in Vorarlberg

Auch in Vorarlberg will die illwerke vkw den Ausbau der Windkraft forcieren und prüft dazu die entsprechenden Potenziale und Möglichkeiten. Dabei wird auf die Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden gesetzt, um Windkraftpotenziale effizient und in engem Austausch nutzbar zu machen.

Gebündelte Kompetenz

Um den Ausbau der Windenergie rasch und erfolgreich vorantreiben zu können, hat die illwerke vkw mit der evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H. den größten Windenergieprojektentwickler Österreichs als Kooperationspartner gewinnen können. Die evn naturkraft ist eine 100-Prozent Tochter des niederösterreichischen Landesenergieversorgers EVN und bündelt seit 1995 sämtliche Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der Ökostrom-Erzeugung.

 

Mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein

Windkraft hat das Potenzial, ein wertvoller Teil im Vorarlberger Energiemix zu werden. Auf der Suche nach Standorten, die Sinn machen, sind Sorgfalt und ein gutes Miteinander entscheidend: Gemeinsam mit den Gemeinden und Grundeigentümer:innen geht die illwerke vkw Schritt für Schritt nach vorne. Bei der Identifizierung von möglichen Standorten sind zahlreiche Kriterien zu berücksichtigen: So müssen neben den Windverhältnissen beispielsweise auch Geländeformen, der Abstand zu Gebäuden, Infrastruktur und Naturschutzgebieten, die Zugänglichkeit, der Energietransport und rechtliche Rahmenbedingungen bedacht werden.
 

Drei mögliche Projektgebiete im Fokus

Werden all diese Kriterien berücksichtigt, kristallisieren sich neben der Alpe Rauz derzeit drei Gebiete heraus, in denen in enger Abstimmung mit den Gemeinden tiefergehende Untersuchungen gemacht werden können. Konkret sind das das Gebiet Schuttannen in Hohenems, die Region Bödele in Dornbirn/Schwarzenberg und der Klaratsberg in Egg im Bregenzerwald.

Bevor es aber in eine detaillierte Projektplanung gehen kann, sind weitere umfassende Untersuchungen und Abstimmungen notwendig. Erste Abstimmungen mit den Gemeinden beziehungsweise Städten haben stattgefunden – ein für die illwerke vkw zentraler Schritt, denn ein solches Projekt soll nur in Zusammenarbeit mit der Standort-Kommune umgesetzt werden. In einem nächsten Schritt wird aktiv das Gespräch mit den Grundstückseigentümer:innen gesucht.
 

Technische Analysen

In den identifizierten Potenzialgebieten sollen schließlich technische Analysen für Gewissheit darüber sorgen, ob das Windpotenzial die Versprechen aus den Voruntersuchungen halten kann. Nach einer sogenannten Lidar-Windmessung sollen analog zum Projektgebiet auf der Alpe Rauz (s. weiter unten) Windmessmasten errichtet werden. Diese Winddetailmessung dauert rund ein Jahr, damit die Windstärke über eine gesamte jahreszeitliche Saison abgebildet werden kann. Erst dann ist eine finale Bewertung möglich. Sollten alle Kriterien für ein konkretes Windkraftvorhaben erfüllt sein, wären die nächsten Schritte die Detailplanung und die Durchführung eines Behördenverfahrens.

Windmessmast
Impression Windmessmast


Windmessungen auf der Alpe Rauz

Seit Juni 2025 werden die Windverhältnisse auf der Alpe Rauz mittels Windmessmast gemessen. Die illwerke vkw möchte dort gemeinsam mit der Liechtensteiner Gemeinde Gamprin als Eigentümerin der Alpe und der Liechtensteinischen Initiativgruppe für Energienachhaltigkeit e.V. ein Windkraftprojekt entwickeln. Dafür ist eine gute Datenbasis wichtig – die derzeitigen Windmessungen sollen Aufschluss darüber geben, ob und wie ein mögliches Projekt umgesetzt werden kann

Zahlen, Daten, Fakten zur Windmast-Messung

  • Messdauer: Mindestens 1 Jahr
  • Masthöhe: ca. 80 Meter
  • Gewicht: 5 Tonnen
  • Aufbau: Die 26 Mastsegmente wurden mit einer Elektroseilwinde ohne Kran aufeinander gesetzt. Die Errichtung erfolgte landschaftsschonend ohne Erdbewegung oder Aushub.
  • Abbau: Nach den Messungen kann der Windmessmast rückstandslos rückgebaut werden.
  • Funktionsweise: Mit Ultraschall und Schalenanemometer wird die Windgeschwindigkeit auf verschiedenen Höhen gemessen. Aus den Messdaten kann unter anderem das Windfeld abgeleitet werden.
  • Wetterfest: Der Windmessmast ist speziell für niedrige Temperaturen und widrige Witterungsbedingungen ausgelegt.
  • Vorbereitende Messungen: Im Vorfeld wurden die Windbedingungen mit einem Lidar-Gerät analysiert. Solche Geräte messen die Windgeschwindigkeit mittels Laserstrahlen und können so auf einfache Weise aufzeigen, ob genauere Messungen mit einem Messmast sinnvoll sind.