Wasserstoffinfrastruktur
Entwicklung und Bewertung von Szenarien zur Erweiterung des europäischen Wasserstoffkernnetzes unter techno-ökonomischen Gesichtspunkten.
Speichermöglichkeit und Erdgasalternative: Aus überschüssigem Strom wird Grünes Gas hergestellt.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft ist stark wetterabhängig und unterliegt entsprechenden Schwankungen. Um diese Volatilität auszugleichen und überschüssige Energie nutzbar zu machen, braucht es geeignete Speicher- und Umwandlungslösungen.
Ein vielversprechender Ansatz ist das Power-to-Methane-Verfahren, wobei überschüssiger Strom aus erneuerbaren Quellen in synthetisches Methan umgewandelt wird. Dieses grüne Gas kann gespeichert, transportiert und als nachhaltige Alternative zu fossilem Erdgas genutzt werden.
So funktioniert Power-to-Methane
Der Power-to-Methane-Prozess gliedert sich in zwei aufeinanderfolgende Schritte:
Das Pilotprojekt im Überblick
Um praktische Erfahrungen mit der Power-to-Methane-Technologie zu sammeln, wird derzeit die Umsetzung eines Pilotprojekts im Megawattbereich geprüft. Ziel ist es, das Verfahren unter realen Bedingungen zu erproben – vom Betrieb des Elektrolyseurs über die Methanisierung bis hin zum Zusammenspiel aller Anlagenkomponenten.
Im Rahmen der aktuellen Planungen ist vorgesehen, für die Methanisierung Kohlenstoffdioxid (CO2) aus einer regionalen Biogasanlage zu nutzen. Der Elektrolyseur soll zudem flexibel betrieben und am Regelleistungsmarkt vermarktet werden, um zusätzliche Flexibilität im Stromsystem bereitzustellen.
Durch die Umwandlung von erneuerbarem Strom in speicher- und transportierbares Gas würde das Projekt zudem einen konkreten Beitrag zur Sektorenkopplung leisten, indem Strom- und Gasinfrastruktur miteinander verknüpft werden. Das erzeugte synthetische Methan würde zudem den Anteil erneuerbarer Gase im bestehenden Gasnetz gezielt erhöhen.
Entwicklung und Bewertung von Szenarien zur Erweiterung des europäischen Wasserstoffkernnetzes unter techno-ökonomischen Gesichtspunkten.
Großbatteriespeicher als Beitrag zu einem flexiblen und stabilen Stromsystem. Die Realisierung eines ersten Großspeicherprojekts in Vorarlberg wird derzeit vorbereitet.