Power-to-Methane
Kopplung einer Elektrolyse- und Methanisierungsanlage mit einer bestehenden Biogasanlage zur Erhöhung des Anteils grüner Gase im Netz und zur Nutzung von Überschussenergie.
Eine techno-ökonomische Analyse von Szenarien zeigt mögliche Wege auf.
Wasserstoff gilt als Schlüsselkomponente auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie. Voraussetzung für seinen breiten Einsatz ist jedoch eine geeignete Infrastruktur. Auf europäischer Ebene schafft der sogenannte European Hydrogen Backbone dafür erste Rahmenbedingungen.
Vor diesem Hintergrund wurden in einer umfassenden Studie verschiedene Erschließungsszenarien für Vorarlberg, Liechtenstein und die Ostschweiz entwickelt und bewertet. Ziel war es, mögliche Wege für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu vergleichen.
Entwickelte Szenarien
Entwickelt und untersucht wurden fünf grundlegende Szenarien:
Bewertung der Szenarien
Die Bewertung zeigt, dass die untersuchten Szenarien jeweils unterschiedliche Stärken und Schwächen aufweisen. Technisch schneidet der Bau einer neuen Wasserstoffleitung unter den betrachteten Rahmenbedingungen am besten ab, während die Teilumrüstung des bestehenden Gasnetzes die geringste Bewertung erreicht. Die weiteren Szenarien liegen im mittleren Bereich und unterscheiden sich teilweise nur geringfügig.
Auch wirtschaftlich zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Beimischung von Wasserstoff verursacht zwar die geringsten Investitionskosten, bietet jedoch nur ein begrenztes Dekarbonisierungspotenzial. Die Methanisierung sowie der Transport per Lkw sind mit hohen Investitions- und Betriebskosten verbunden. Demgegenüber weisen die Errichtung einer neuen Wasserstoffleitung und die Teilumrüstung des bestehenden Gasnetzes eine insgesamt vorteilhafte Kostenstruktur mit moderaten Investitionen und niedrigen Betriebskosten auf.
In der Gesamtbetrachtung erweist sich daher der Bau einer neuen Wasserstoffleitung als die überzeugendste Option, da eine hohe technische Leistungsfähigkeit mit vergleichsweise niedrigen langfristigen Kosten verbunden wird. Gleichzeitig können in einer frühen Phase auch kombinierte Ansätze oder alternative Transportlösungen eine Rolle spielen. Die Ergebnisse der Studie dienen nun als Ausgangspunkt für weitere Überlegungen.
Kopplung einer Elektrolyse- und Methanisierungsanlage mit einer bestehenden Biogasanlage zur Erhöhung des Anteils grüner Gase im Netz und zur Nutzung von Überschussenergie.
Großbatteriespeicher als Beitrag zu einem flexiblen und stabilen Stromsystem. Die Realisierung eines ersten Großspeicherprojekts in Vorarlberg wird derzeit vorbereitet.